Kulturhausverein

Der Kulturhausverein Untertürkheim e.V. stellt sich vor. Erfahren Sie mehr über unsere Einrichtung, erkunden Sie unsere Bildergalerien und sehen Sie, was die Presse über uns schreibt.

KREATIVER WAHNSINN IN DER SÄNGERHALLE

KREATIVER WAHNSINN IN DER SÄNGERHALLE – 27.5.2017 + 28.5.2017 Sängerhalle Untertürkheim -

 

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Abgesagt – Theater „spiel-betrieb“ mit Marius von Mayenburgs: “Freie Sicht” am 17.2. + 18.2.2017

Achtung – beide Veranstaltungen wurden abgesagt!
Gekaufte Tickets werden zurückerstattet.

Marius von Mayenburg: Freie Sicht
Aufführung des Theaters „spiel-betrieb“

Ferngläser

Ferngläser

Haben Sie Kinder? Wissen Sie, was sie gerade tun? Wer oder was ihre Gedanken beeinflusst? Von welchen diffusen Ängsten sie womöglich getrieben sind und wozu sie im Äußersten in der Lage wären? Hören Sie genau hin! Hören Sie es ticken?

„Niemand kann verlangen, dass wir alleine damit klarkommen!“, darüber ist sich die Gemeinschaft im Stück einig. Sie rätselt über die Absichten einer Zwölfjährigen, die dubiose grüne Pakete verschnürt. Doch nicht immer werden Sorgen weniger, wenn man sie teilt. Die diffusen Ängste der Erziehungsberechtigten vor der heranwachsenden Bedrohung unter dem eigenen Dach, verdichten sich zunehmend. Jemand muss mit dem Mädchen reden, um Schlimmeres zu verhindern. Natürlich nicht ohne die passende Ausrüstung: Helme, Spürhunde, kugelsichere Westen und Psychologen müssen her. Zur Sicherheit. Die Frage ist nur, wer hier eigentlich geschützt werden muss…

Dieses skurrile Szenario eines kollektiven Kontrollverlusts ist in seiner Absurdität manchmal komisch und oft brutal, vor allem aber entlarvt es schonungslos, wie sich die Befindlichkeiten der Masse auf die Freiheit des Einzelnen auswirken können. Eine bitterböse Absage an hysterisches Gutmenschentum.

* Abgesagt - Hier Pressetext mit Fotos zum downloaden
* Abgesagt Hier das Plakat downloaden
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Abgesagt  Hier Flyer downladen – Freie_Sicht_Flyer_Untertuerkheim_2017

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Abgesagt! am Fr 17.2.2017 – 20 Uhr + Sa 18.2.2017 – 20 Uhr -
Veranstaltungsort: Katholisches Gemeindezentrum St. Johannes, Warthstr. 14, 70327 Stuttgart-Untertürkheim

Einfach Wahnsinn!! – Sa 27.5. + So 28.5.2017 – Sängerhalle Untertürkheim

Einfach Wahnsinn!!
Oper – Operette – Musical – Chanson – Lied – Schlager – geistliche Musik
und freie Improvisation… im Wartezimmer der Psychiatrie

In der psychiatrischen Klinik „Stift Agathenruh“ steppt der Bär: Die Patienten sind vom Theaterfieber ergriffen, denn ein völlig durchgeknallter Theaterregisseur, der wegen eines Burnouts eingeliefert wurde, will sich hier verwirklichen und löst Dinge aus, die das hochneurotische Klinikpersonal in Bedängnis bringen und am Ende die Verhältnisse auf den Kopf stellen.

Ausführende:
Sängerinnen und Sänger des „Studio für Gesang Renate Brosch“
Karl-Friedrich Schäfer, Akkordeon / Klavier
Konzeption/Bühnenbild/Regie/Einstudierung: Renate Brosch
www.studio-fuer-gesang.de

Sa 27.5.2017 – 19 Uhr
So 28.5.2017 – 17 Uhr

Veranstaltungsort: Sängerhalle Untertürkheim, Lindenschulstr. 29

Ticket: 20,00 Euro – 12,00 Euro ermäßigt

Kinder bis 12 Jahre: freien Eintritt

Im Vorverkauf bei Buch Roth – jeweils 2 Euro Ermäßigung pro Karte.

>> Hier Plakat downloaden <<

Herzlich willkommen im Kulturtreff

Liebe Besucher und Freunde des Kulturhausvereins, seit über 30 Jahren gilt der Slogan „Wohin am Freitagabend?“

Unser Hauptinteresse gilt der Förderung der Stadtteilkultur. Gegründet von engagierten Menschen, die den Kulturhausverein als lokale Bühne für Talente, Nachwuchskünstler und etablierten Künstlern aus dem lokalen Umfeld geschaffen haben.

Unsere Veranstaltungs-Besucher schätzen die heimelige Atmosphäre, die das kleine Auditorium mit ca. 50 Plätzen bietet. Die Nähe zum Publikum schätzen wiederum die Künstler. So dass sich alle rundum wohlfühlen. Eine Bewirtung mit hiesigen Weinen oder manch lukullischer Spezialität, passend zur Veranstaltung, rundet unser Wohlfühl-Angebot ab.

Hier den Flyer für das 2.Halbjahresprogramm 2017/II downloaden

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1. „Albert Dulk Preis“ wurde am Freitag, 02.12.2016 überreicht

1. Verleihung des „Albert Dulk Preis“ am Fr 2.12.2016 

An diesem Abend wurde zum ersten Mal der neue vom Bürgerverein Untertürkheim
und dem Kulturhausverein Untertürkheim ins Leben gerufene „Albert Dulk Preis“
verliehen.
Preisträger 2016 ist der Stuttgarter Künstler Pablo Wendel, den lokalen Sonderpreis erhält Ulrike Küstler.
Den Rahmen der Preisverleihung bildete ein attraktives Kulturprogramm mit Patrick Bebelaars.

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Zum ersten Mal haben der Kulturhausverein und der Bürgerverein Untertürkheim am 2. Dezember in den Räumen des Kulturtreffs Untertürkheim den Albert-Dulk-Preis im festlichem Rahmen verliehen.

Erster Preisträger ist der Stuttgarter Performancekünstler Pablo Wendel. Der Sonderpreis ging an die Untertürkheimerin und langjährige Stuttgarter Stadträtin Ulrike Küstler. Geehrt werden mit dem Preis Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, Gesellschaftspolitik, Wissenschaft und Wirtschaft, die – wie der Namensgeber- mit Mut und Offenheit Grenzen überschreiten, die Freiräume schaffen und nutzen.

Namensgeber des Preises ist Albert Friedrich Benno Dulk, 1819 in Königsberg geboren, und gestorben 1884 in Stuttgart. In den letzten 13 Jahren seines Lebens machte Dulk Untertürkheim zu seiner Wahlheimat, wo er als schillernde Figur galt. Dulk war Literat und Revolutionär, Weltenbummler, Sozialist und Freidenker, Gründer eines der ersten deutschen Arbeitervereine; er lebte Monate lang als Eremit auf dem Sinai, durchschwamm als erster den Bodensee und war zeitweise mit drei Frauen gleichzeitig liiert. Als sein Leichnam zum Stuttgarter Güterbahnhof gebracht wurde, um ihn zur – in Württemberg verbotenen – Feuerbestattung nach Gotha zu überführen, folgten Tausende dem mit roten und schwarzrotgoldenen Schleifen bedeckten Sarg – eine Massendemonstration der seit sechs Jahren in Stuttgart verbotenen Sozialdemokratie.

Erster Träger des mit 3000 Euro dotierten Preises ist Pablo Wendel, auch er ein Grenzgänger zwischen Kunst und Gesellschaftspolitik. Unvergessen seine Aktion, bei der er sich 2006 in China als Terrakotta-Krieger in die Phalanx der Figuren schmuggelte und die chinesische Politik zu einer Reaktion auf die Frage zwang: Was geschieht, wenn man aus einem hochbewachten Museum nichts wegnimmt, sondern etwas hinzufügt? In ihrer Laudatio auf den Künstler stellte die Stuttgarter Kunsthistorikerin Andrea Welz diese und andere Aktionen Pablo Wendels vor: Das Bearbeiten eines Steinblocks, bis er komplett verschwunden ist; die Himmelfahrt eines Fischs und schließlich die von Pablo Wendel gegründete Gesellschaft, die Kunststrom ins öffentliche Stromnetz – die größte Skulptur überhaupt – einspeist.

Mit dem lokalen Sonderpreis werden Untertürkheimerinnen und Untertürkheimer geehrt, die mit ihrer Lebensgestaltung unkonventionelle, generationenübergreifende, interkulturelle Lebensformen abbilden. Die erste Preisträgerin Ulrike Küstler hat in ihrem Leben ganz im Sinn des Namensgebers Grenzen überschritten und für sich und andere Freiräume geschaffen und genutzt. In ihrer eindrucksvollen Rede schilderte sie eine Vita, die bestimmt war vom Kampf um Mädchen- und Frauenrechte, um Bildung für alle, um Gleichberechtigung, um die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und gegen Berufsverbote. Sie sprach über Gewerkschaftsarbeit, den Kampf um den Erhalt des Hotels Silber – einst Gestapo-Zentrale – und seine Ausgestaltung in einen Lern- und Gedenkort. Und sie sprach von ihrem langjährigen Einzelkämpferinnendasein als Stadträtin der Linken.

Die nächste Preisverleihung ist für 2019 geplant, zu Dulks 200. Geburtstag.
Mehr Info auf www.albert-dulk-preis.de (ann)