2. Albert-Dulk-Preisverleihung am 15.11.2019

Freitag, 15.11.2019 – 20.00 Uhr – 2. Verleihung des Albert-Dulk-Preises

Peter-Grohmann
Peter Grohmann – Foto: Timo Kabel


In diesem Jahr wird, anlässlich des 200. Geburtstages des bedeutenden Untertürkheimers Albert Dulk, dem Kabarettisten und Weltbürger Peter Grohmann der Albert-Dulk-Preis verliehen.
Musikalisch umrahmt wird die Preisverleihung von Patrick Bebelaar, Piano und Frank Kroll, Saxofon.
Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt.

Ort: Kulturtreff Untertürkheim, Strümpfelbacher Str. 38

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Untertürkheimer Zeitung vom 17.6.2019

Albert-Dulk-Preis für Peter Grohmann

Der Kabarettist und Autor Peter Grohmann wird mit dem Albert-Dulk-Preis 2019 ausgezeichnet

Vor genau 200 Jahren, am 17. Juni 1819, wurde der Freidenker Albert Dulk geboren. Drei Untertürkheimer Vereine verleihen den von ihnen gestifteten Albert-Dulk-Preis 2019 an den Stuttgarter Kabarettisten Peter Grohmann.
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Kulturhausverein-Programm 2019-II zum downloaden

Herzlich willkommen im Kulturtreff

Liebe Besucher und Freunde des Kulturhausvereins, seit über 30 Jahren gilt der Slogan „Wohin am Freitagabend?“

Unser Hauptinteresse gilt der Förderung der Stadtteilkultur. Gegründet von engagierten Menschen, die den Kulturhausverein als lokale Bühne für Talente, Nachwuchskünstler und etablierten Künstlern aus dem lokalen Umfeld geschaffen haben.

Unsere Veranstaltungs-Besucher schätzen die heimelige Atmosphäre, die das kleine Auditorium mit ca. 50 Plätzen bietet. Die Nähe zum Publikum schätzen wiederum die Künstler. So dass sich alle rundum wohlfühlen. Eine Bewirtung mit hiesigen Weinen oder manch lukullischer Spezialität, passend zur Veranstaltung, rundet unser Wohlfühl-Angebot ab.

>> Hier den Flyer für das 2.Halbjahresprogramm 2019/II downloaden <<

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Bericht und Foto zu Radio Gaga in der Sängerhalle

Grandios GAGA – moderne Medienlandschaften musikalisch aufs Korn genommen


Foto von Harald Jakob

„Soll Mutter Beimer sterben?“ Die glücklose Fernseh-Praktikantin Silvia Süßmeier, dargestellt von der sängerisch und schauspielerisch fulminanten Silvia Breiner, muss ihren Dienst mit einer undankbaren Zuhörer-Umfrage starten, assistiert von im Hintergrund brabbelnden Callcenter-Angestellten, die elektrisiert aufspringen, als die Sängerin Astrid Toenniessen von hinten aus dem Saal mit einem brillanten hohen Ton die musikalische Show beginnt: „Frutti di mare!“ aus Johann Strauss‘ Operette „Eine Nacht in Venedig“ eröffnet den hektischen Werbeblock, Programmdirektor und Regie-Assistentin machen ordentlich Druck, alles müsse schneller, jünger, digitaler rüberkommen. Wie im wirklichen Leben. Und doch: die Praktikantin hat sich das alles anders vorgestellt und sinnt mit „Somewhere over the Rainbow“ ihren geplatzten Schauspielträumen nach.
Wer am ersten Maiwochenende den Weg in die Untertürkheimer Sängerhalle gefunden hatte, wurde für das schlechte Wetter reichlich entschädigt. Die Untertürkheimer Sopranistin Renate Brosch hatte mit ihrer privaten Gesangsklasse „Studio für Gesang“ eine grandiose Bühnenshow auf die Beine gestellt, in der sie schillernd vielseitig moderne und verflossene Radio-, TV- und Internetformate parodierte. Ihre Schülerinnen und Schüler überraschten mit durchweg fast professionellen Gesangsleistungen, nicht nur als SolistInnen, sondern auch als geübte EnsemblesängerInnen in zahlreichen Terzetten, Duetten und Quartetten.

Die Szenen, das Hin- und Her der Auf- und Abgänge, erinnerten an das alltägliche TV-Szenario: durchzappen durch alle Kanäle. Da gab es Tele-Shopping mit B-Promis „Untertürkheim – Shopping ohne Grenzen“, da gab es Astro- TV (sehr anrührend Babette Winkelmann mit „Lovers“ aus dem Film „House of Flying Daggers“), da gab es „Bauer sucht Frau“, sensationell komisch mit Jürgen Ankele (Tenor) und Silvia Breiner: er missversteht die Empathie seiner Moderatorin und baggert sie an mit einer Arie aus Donizettis „Elisir d’amore“.
Immer lief für die Protagonistin irgendetwas schief: der omnipräsente Azubi Bachtr Ahmad, Abteilung Werkschutz und Sicherheit tröstete mal mit einer Tasse Kaffee, mal übernahm er das Ruder, um Silvia Süßmaier vor dem Burnout zu retten, in Mozarts Arie des Leporello aus „Don Giovanni“ mit wohlklingender jugendlicher Bass-Stimme, mal als Frontsänger bei Queens „Radio Gaga“, auch mal als Kabelträger hinter dem Kameramann Henner Bornträger her huschend.

Für kleine Ruhepausen in dem alltäglichen TV-Wahnsinn sorgten die nächtlichen Putzfrauen-Szenen: Angela Rubini, Andrea Nicht-Roth und Petra Fogel durften in Reminiszenzen an frühere, schönere Fernsehzeiten schwelgen und zu Klängen des Swing-Duos Ännie & Jogs ihre Besen schwingen.
Glanzlichter des Abends waren drei junge Sopranistinnen, die in Dvoráks Waldelfen-Szenen aus „Rusalka“ wunderbar harmonierten, aber höchst unterschiedliche Akzente setzten: Astrid Toenniessen in Bernsteins „Glitter and be Gay“ oder Gounods „Je veux vivre“ als höhensichere Koloraturkönigin trägt mit der Hauptdarstellerin Silvia überzeugend so manchen Zickenkrieg aus, Katariina Westhäußer-Kowalski überzeugt mit verschmitztem Charme in Rossinis „Una voce poco fa“, Sophia Marheineke, die in der Finalistenrunde von DSDS Mozarts Zauberflöte zitierte und mit ihrer alabasterfarbenen Pamina für einen kurzen tragischen Moment sorgte, den die Altistin Magdalena Keltsch mit ihrer Arie „O schöne Jugendtage“ sonor vertiefte.

Slapstick gab es reichlich: „Bibis Beauty Palace“ mit viel Teenie-Gekreische, „Sie wünschen, wir spielen“ mit einer krächzenden alten Zuhörerin („Bin isch im Radio?????“), die sich Lehárs Wolgalied wünschte, von Jürgen Ankele mit altmodischem Pathos souverän-anrührend vorgetragen – höchst dynamisch und witzig auch die Vokalimprovisationen der völlig überforderten Regie-Assistentin
Sabine Hanneforth beim Tag der Offenen Tür. Im Hochzeitsformat „Zwischen Tüll und Tränen“ sah man sage und schreibe neun Brautkleider auf der Bühne, ein wirkungsvolles Tableau für Webers „Brautjungfernlied“ (Solistinnen Julia Coschurba, Dana Wenzel, Sophia Marheineke, Katariina Westhäußer-Kowalksi) und dem sentimentalen Duett „Wer uns getraut“ (Ingrid Marheineke und Jürgen Ankele) aus dem „Zigeunerbaron von J. Strauss.

Ein Stromausfall während Queens „Radio Gaga“ sorgt für Irritation, beendet die lustige Dauermedienparty und führt zurück zu den Wurzeln, ohne Licht und Strom, unplugged, Dvoráks Waldelfenszene verspricht spirituelle Heilung – doch als das Licht wieder angeht und die Handys munter durch die Gegend klingeln, werden alle wieder rückfällig und daddeln wie immer: Georg Kreislers Lied aus dem Jahre 1963 „Die Augen von meiner Maschine“ beendet hintergründig den Abend und beschreibt detailgenau einen Apparat, den man heute „Alexa“ nennen würde…
Das begeisterte Publikum verlangte nach einer Zugabe, und so erklang „Radio Gaga“ ohne Stromausfall mit Bachtr Ahmad, Silvia Breiner und der jüngsten Sängerin Frieda Schwenk als SolistInnen noch einmal ganz und ohne Stromausfall. Viel Beifall auch für die Bühnenbildnerin Marlene Blumenstock, die die Bühne mit zahlreichen Kopfhörern unterschiedlicher Größe ausgestattet hatte, und Karl-Friedrich Schäfer, der in Mehrfachfunktion als Programmdirektor, Pianist und Akkordeonist alles musikalisch zusammengehalten hatte.
Man darf gespannt sein, mit welchen verrückten Ideen die Drehbuch-Autorin im folgenden Jahr aufwarten wird. Kommen Sie noch zahlreicher in die Sängerhalle: es lohnt sich! – Klaus Enslin –

Radio GAGA – Willkommen in unserem schönen neuen Multimedia-Glitzerjahrhundert! – So 5.5.2019 – 17 Uhr

Radio GAGA

Willkommen in unserem schönen neuen Multimedia-Glitzerjahrhundert!


Die Schauspielerin und Sängerin Silvia Breiner steht im Mittelpunkt einer fetzigen Komödie: mal als Radio-Moderatorin, als Talkshow-Queen oder Influencer sprengt sie die unterschiedlichsten Radio-, Fernseh- und Internetformate der letzten 50 Jahre und führt sie ad absurdum – das Ganze als Rahmenhandlung für musikalische Highlights aus Oper, Operette, Musical, Schlager, Pop etc. Sollten Sie sich langweilen, gibt es garantiert Geld zurück.

Ausführende: Silvia Breiner, Sängerinnen und Sänger des „Studio für Gesang Renate Brosch“, Karl-Friedrich
Schäfer
(Klavier/Akkordeon), Bühnenbild und Ausstattung: Marlene Blumenstock, Regie und Konzeption: Renate Brosch

Samstag, 04.05.2019 – 19.00 Uhr  und

Sonntag, 05.05.2019  17.00 Uhr

Veranstaltungsort: Sängerhalle Untertürkheim, Lindenschulstr. 29

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Einführung ins Improvisationstheater

Einführung ins Improvisationstheater

19./20.1.2019 und 16./17.3.2019

Workshopzeiten:
Samstag, 10:30 – 17:30
Sonntag, 10:00 – 16:30
(jewils 1 h Mittagspause)
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Anmeldung und weitere Infos bei
Kati Schweitzer: Telefon 0179-754711 oder
E-Mail info@impro-stuttgart.de
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In diesem Workshop wagen wir den Sprung ins kalte Wasser und stellen uns dem Unbekannten: Beim Improtheater entstehen Geschichten und Figuren aus dem Moment heraus, ohne dass sie vorher geprobt oder abgesprochen wurden.
Wir üben, wie man gemeinsam eine Szene entwickelt und wie sich eine andere Körperlichkeit auf unsere Impulse auf der Bühne auswirkt. Wir trainieren, uns voll auf den Moment und unsere Spielpartner*innen zu konzentrieren, anstatt voraus zu planen — und Fehler mit Begeisterung zu begrüßen, anstatt sie mehr (oder eher weniger) elegant unter den Tisch zu kehren.
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Kati Schweitzer
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Kati steht seit 11 Jahren regelmäßig für verschiedene Impro-Gruppen in Stuttgart, Würzburg und deutschlandweit auf der Bühne. Sie improvisiert mit Leidenschaft für Kinder oder Führungskräfte und tritt in verschiedenen interaktiven  Präventionstheaterproduktionen auf.
Seit 2017 tut sie das auch im großen Stil als eine der Künstlerischen Leiterinnen des Würzburger Improvisatonstheaterfestivals.
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Ort: Kulturtreff Untertürkheim, Strümpfelbacher Str.38